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Thüringer Einrichtungen und Träger wünschen sich mehr Rückhalt und Unterstützung – Umsetzung der Hygienevorschriften stellt viele soziale Dienste weiterhin vor große Herausforderungen

Neudietendorf, 18.06.2020 | Die Träger stationärer Einrichtungen und Dienste in der Pflege, der Hilfen für Menschen mit Behinderung und besonderer Wohnformen in Thüringen haben in diesen Tagen und Wochen viel einstecken müssen. So beklagen auf der einen Seite die zu Pflegenden und ihre Angehörigen, dass nach wie vor in manchen Einrichtungen ein „Besuchsverbot“ bestünde, mindestens aber der Besuch nur stark eingeschränkt möglich ist. Andererseits stünden die Einrichtungen und Dienste vor der Aufgabe die von Verwaltung und Aufsichtsbehörden geforderten Hygienekonzepte, bei nunmehr Aufhebung des generellen Besuchsverbotes, umzusetzen. Das stellt viele soziale Dienste nicht selten vor schier unlösbare Aufgaben, heißt es beim Paritätischen Thüringen.

„Nicht nur unsere Mitgliedsorganisationen wünschen sich hier mehr Rückhalt und Unterstützung, seitens der Hygienevorschriften und Sorgen im Umgang mit Angehörigen seitens der Verwaltung und Aufsichtsbehörden.“, berichtet Stefan Werner, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Thüringen. „Es braucht hier vor allem praxisnahe Lösungen; wenn die Einrichtungen und Dienste in die viel zitierte neue Normalität finden sollen“ so Werner weiter. Das Gegenteil ist der Fall. Insbesondere das Thema der Haftung spiele da eine große Rolle und sorge für Verunsicherung. Die Aufhebung des generellen Besuchsverbotes und der gleichzeitige Schutz der betreuten Menschen in den Einrichtungen könne nicht risikofrei umgesetzt werden. So seien beispielsweise Testungen, Atteste oder Quarantäne bei der Rückkehr von Menschen mit Behinderungen in stationäre Wohneinrichtungen nach Wochenend- oder Urlaubsbesuchen bei der Familie nicht vorgesehen und nicht möglich.

Die Träger und Einrichtungen haben in den letzten Wochen eigenständig Konzepte und Maßnahmen entwickelt und durchgeführt. Neben der kritischen Prüfung und Analyse der Hygienekonzepte, hätte man sich vielerorts mehr Hilfe erwartet. Der Paritätische Thüringen teile die Wünsche und damit verbundenen Sorgen, im Hinblick auf die nach unten weitergereichte Haftung.

Illustration: Christian Kirchner

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