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Gesundheit und Teilhabe

Hier finden Sie Informationen und Ansprechpartner zu den Themen: Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), Eingliederungshilfe, Suchthilfe, Selbsthilfe, Behindertenhilfe und Psychiatrie.
Außerdem finden Sie hier Stellungnahmen zu aktuellen Gesetzentwürfen und Vorhaben der Landesregierung, Handlungsempfehlungen, Qualifizierungsangebote und Unterstützungsangebote für unsere Mitgliedsorganisationen.

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Präventionsgesetz: Paritätischer begrüßt Gesetz als richtigen und wichtigen Schritt


„Natürlich hätten wir uns an vielen Stellen weitergehende Reformen gewünscht und sind enttäuscht, dass sich das Gesetz im Kern auf die Prävention durch Krankenkassen beschränkt und damit wichtige Akteure wie zum Beispiel Bund, Länder und Gemeinden nicht wirklich in die Verantwortung genommen werden. Der wesentliche Fortschritt besteht aber darin, dass künftig die Prävention in Lebenswelten, also z. B. in Kitas, Schulen, Betrieben, Pflegeeinrichtungen und Stadtteilen Vorrang vor Kursen zur Verhaltensänderung hat. Denn diese Kurse erreichen kaum sozial benachteiligte Menschen. Mit dieser Weichenstellung können endlich wissenschaftlich fundierte Strategien aufgelegt werden, von denen die zentralen Zielgruppen real profitieren“, so Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Gesundheitswissenschaftler und Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbandes.
„Der Zusammenhang von sozialem Status und Gesundheitszustand ist eindeutig belegt. Um gesundheitliche Chancengleichheit herzustellen, müssen die Menschen dort gefördert werden, wo sie sind“, so Rosenbrock.
Das Gesetz markiere im Ergebnis einen Anfang und eine gute Basis, auf der man nun mit vereinten gesellschaftlichen Kräften aufbauen müsse. Auch in der betrieblichen Gesundheitsförderung müsste beispielsweise künftig mehr auf gesundheitsförderliche Strukturen statt auf Verhaltensprogramme gesetzt werden. Auch in Wohnumfeld und Sozialraum könne viel bewegt werden, wenn die Betroffenen an der Planung und Durchführung der Projekte direkt beteiligt werden, um ihre Umwelt mehr nach ihren eigenen Bedürfnissen zu gestalten. Hier könne und werde sich die freie Wohlfahrtspflege mit ihrer Expertise gerne engagiert einbringen. „Es geht um nicht weniger als das möglichst gute, möglichst lange und gesunde Leben aller Menschen in unserer Gesellschaft – unabhängig von Herkunft und sozialem Status. Hier sind wir alle gefragt“, so Rosenbrock.

Kontakt

  • Ralf Schneider
    Referent Behindertenhilfe | Sozialhilferecht

  • Dr. Rainer Krüger
    Referent strategische Entgeltberatung

  • Regina Hartung
    Referentin für Gesundheit, Selbsthilfe, Suchthilfe und Psychiatrie

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