Frauen und Familie

Der Paritätische Thüringen vertritt die Interessen der Mitgliedsorganisationen aus dem Bereich Gewaltschutz. Das betrifft die häusliche Gewalt an Kindern, Frauen und Männern. Wir setzen uns für die Umsetzung der Istanbulkonvention in Thüringen ein. Zum Arbeitsbereich gehören weiterhin die vielfältigen Frauen- und Familienberatungsstellen, Frauen- und Familienzentren, Frauenhäuser, Bildungsstätten, Mehrgenerationenhäuser, Einrichtungen der Familienhilfe und Vereine „rund um“ die Geburt. Wir beraten bei konzeptionellen und/oder finanziellen Fragestellungen, erarbeiten fachliche und sozialpolitische Stellungnahmen im Rahmen gesetzlicher Veränderungen und fachlicher Diskurse und wir organisieren und unterstützen den fachlichen Austausch der Mitgliedsorganisationen und Einrichtungen.

Eckpunktepapier zur Finanzierung der Hilfestrukturen für von Gewalt betroffene Frauen und ihren Kindern

Der bff: Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe, der Paritätische Gesamtverband und die Zentrale Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser (ZIF) haben ein gemeinsames Eckpunktepapier zur Finanzierung des Unterstützungssystems veröffentlicht. Mit diesem Eckpunktepapier haben drei der wichtigsten Verbände der Frauenunterstützungsstrukturen einheitliche Forderungen zur Finanzierung erarbeitet. Diese bieten die Grundlage, ein tragfähiges und auskömmliches Finanzierungskonzept des Gewaltschutzes zu realisieren.

Das Papier enthält konsentierte zentrale Forderungen zur finanziellen Ausstattung von Fachberatungsstellen, Schutzwohnungen und Frauenhäusern. Sehr viele der Einrichtungen sind seit Jahren unterfinanziert; gewaltbetroffene Frauen und Kinder erhalten zu oft keine spezialisierte Hilfe, Schutz und Unterstützung, obwohl das die Istanbul-Konvention klar fordert.  

Die beteiligten Organisationen wollen mit dem Eckpunktepapier einen Beitrag zur aktuellen politischen Debatte um die Ausgestaltung der Hilfestrukturen in Deutschland leisten. Sie fordern darin u.a. eine einzelfallunabhängige, bundeseinheitliche Finanzierung von Frauenhäusern, Schutzwohnungen und Fachberatungsstellen sowie den niedrigschwelligen und bundeslandübergreifenden Zugang zu Hilfs- und Unterstützungsangeboten. Das Eckpunktepapier richtet sich primär an politisch Verantwortliche auf Bundes-,  Länder- und kommunaler Ebene.  Der Schutz vor Gewalt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, an der sich alle staatlichen Ebenen beteiligen müssen.

Das Eckpunktepapier ist als Anlage beigefügt.

Kontakt

  • Julia Hohmann
    Referentin Frauen | Familie | Beratungsstellen | Schuldnerberatung

  • Steffen Richter
    Stellv. Landesgeschäftsführer | Referent Kinder- und Jugendhilfe

  • Antje Koch
    Referentin strategische Entgeltberatung | Mitgliederservice

  • Nicole Offhaus
    Referentin Jugend(sozial)arbeit | Schule | Migration

  • Susann Steinbrück
    Referentin strategische Entgeltberatung

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