
Zukunft
Vernetzung, Begegnung und politische Stärke
Wie gestalten wir Zusammenarbeit, Vernetzung und politische Wirksamkeit in den Regionen Thüringens? Diese Frage stand im Mittelpunkt des ersten Workshopraums. Die Teilnehmenden waren sich einig: Regionale Vernetzung ist eine der größten Stärken des Paritätischen – und dieses Potenzial wollen wir weiter entfalten.
Was uns antreibt:
Alle Mitgliedsorganisationen einer Kreisgruppe sollen eng zusammenarbeiten – auf Augenhöhe, mit Verlässlichkeit und Vertrauen. Fachlicher Austausch, kollegiale Beratung und gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit machen den Paritätischen regional sichtbar und stark. Dabei gilt: Wir lernen voneinander – nicht nur vom Verband, sondern auch und gerade aus der Praxis der Mitgliedsorganisationen.
Was wir konkret angehen:
- Verlässliche Netzwerktreffen – vierteljährlich, abwechselnd digital und vor Ort
- Neue Kreisgruppen-Materialien, die unsere Gemeinschaft sichtbar machen
- Fachgruppen und Zukunftswerkstätten direkt in den Regionen
- Stärkere Einbindung in kommunale und politische Entscheidungsprozesse
- Digitale Zugänge und Tools für alle Mitglieder
Unser Ziel 2030:
Ein Paritätischer Thüringen, der in jeder Region präsent ist, mit einer Stimme spricht – und gemeinsam bewegt.
Auf Augenhöhe, gemeinsam wirksam
Wie soll Zusammenarbeit im Verband künftig aussehen – intern wie extern, digital wie analog? Der zweite Workshopraum brachte klare Antworten: Der Paritätische Thüringen soll Plattform, Dienstleister, Partner und Impulsgeber zugleich sein.
Was uns antreibt:
Mitgliedsorganisationen früh einbinden, Entscheidungen transparent machen, Praxiswissen als gemeinsame Ressource nutzen – das sind die Grundlagen einer Zusammenarbeit, die wirklich trägt. Besonders kleinere Organisationen brauchen gezielte Unterstützung: bei Verwaltungsaufgaben, Beratung und Strukturentwicklung.
Vier Entwicklungsfelder, die uns leiten:
- Transparenz & Mitgestaltung – Mitglieder früh einbinden, Rückkopplungsschleifen einführen, Mitmachkultur stärken
- Professionalisierung & Unterstützung – Wissensplattform aufbauen, Beratungsangebote ausbauen, Verwaltungsaufgaben bündeln
- Kooperation & gemeinsames Handeln – Kampagnen gemeinsam starten, Projektpartnerschaften entwickeln
- Vernetzung & Austauschformate – Regionale Treffen, digitale Stammtische, Präsenz vor Ort
Unser Ziel 2030:
Ein Verband, der trägt – als starke Gemeinschaft mit gemeinsamer Wirkung.-
Werte, Haltung und sozialpolitische Schwerpunkte
Welche Werte leiten uns? Welche sozialpolitischen Themen wollen wir setzen? Und wie wollen wir als Paritätischer Thüringen nach außen auftreten? Der dritte Workshopraum arbeitete mit einer besonderen Methode: der „Paritätischen Pralinenschachtel" – bunte Karten für Haltungen, Themen und Formen der Zusammenarbeit.
Was uns antreibt:
Vielfalt, Teilhabe, Solidarität und Transparenz – das sind keine Schlagworte, sondern gelebte Grundhaltungen. Der Mensch steht im Mittelpunkt. Demokratische Werte schützen wir aktiv, Ausgrenzung treten wir entgegen.
Unsere sozialpolitischen Schwerpunkte:
Kinder und Jugendliche, Pflege und Gesundheit, Altersarmut, Bildung und Eingliederungshilfe stehen im Fokus – ebenso wie die Gewinnung und Bindung von Fachkräften. Gesellschaftliche Missstände benennen wir klar und kommunizieren den Wert sozialer Arbeit offensiver.
Was wir gemeinsam verändern wollen:
- Mehr Vernetzung, weniger Konkurrenz zwischen Mitgliedsorganisationen
- Stärkere Beteiligung auf allen Ebenen
- Klarere Positionierung in der Thüringer Sozialpolitik
- Demokratie und Zusammenhalt aktiv schützen und stärken
Unser Ziel 2030:
Ein Paritätischer Thüringen, der als anerkannter, sichtbar wirksamer Partner in Sozialpolitik und Zivilgesellschaft auftritt – mit gemeinsamen Leitplanken als verbandlichem Kompass.
Was uns bremst – und wie wir es ändern
Digitalisierung und Künstliche Intelligenz bieten enorme Chancen – doch was hält uns im Alltag noch davon ab, sie zu nutzen? Der vierte Workshopraum wurde zur ehrlichen Ideenwerkstatt: Teilnehmende benannten gemeinsam die größten Stolpersteine auf dem Weg zur digitalen Transformation.
Was uns bremst:
Die Herausforderungen sind bekannt und benannt: Zeitmangel und fehlende Kapazitäten, mangelndes KI-Wissen auf allen Ebenen, unzureichende technische Infrastruktur, Unsicherheit rund um Datenschutz und DSGVO sowie fehlende Mittel für Investitionen und Personalentwicklung. Dazu kommt: Digitalisierung wird noch zu oft als Zusatzaufgabe behandelt – statt als eigenständiges Fachgebiet mit klaren Zuständigkeiten.
Was wir brauchen – und anpacken wollen:
- Fachliche Begleitung und Orientierung durch den Verband
- Wissensplattformen und gemeinsame digitale Infrastruktur
- Klare Zuständigkeiten – intern oder durch verlässliche Verbundlösungen
- Systematischen Best-Practice-Transfer zwischen den Mitgliedsorganisationen
- KI als Werkzeug zur Entlastung – damit mehr Zeit für die eigentliche Arbeit mit Menschen bleibt
Unser Ziel 2030:
Digitale Transformation als Chance nutzen – mit eigenem Mandat, ausreichenden Ressourcen und einem starken Verband im Rücken. Denn: Wir wollen – und wir werden die Rahmenbedingungen gemeinsam schaffen.
Erste Paritätische Zukunftskonferenz 2026 – Ein starkes Zeichen des Aufbruchs
Die erste Zukunftskonferenz des Paritätischen Thüringen am 20. März 2026 war ein Tag, welcher geprägt war von Energie, Engagement und einem starken Gemeinschaftsgefühl. Gemeinsam haben wir den Blick auf die kommenden vier Jahre gerichtet: mit Mut, Offenheit und dem Willen, Dinge auszuprobieren und zu bewegen.
Im Mittelpunkt standen die großen Zukunftsfragen des Verbandes rund um den Prozess „Paritätischer Thüringen 2030", von der verantwortungsvollen Nutzung digitaler Innovationen über sozialpolitische Schwerpunkte bis hin zur Frage, wie die Zusammenarbeit mit den Mitgliedsorganisationen noch wirkungsvoller gestaltet werden kann. Dabei ging es nicht nur um Strukturen, sondern immer auch um Haltung und ein gemeinsames Selbstverständnis.
Vier Räume, vier Perspektiven
Die inhaltliche Arbeit fand in vier thematischen Räumen statt. Im ersten ging es darum, wie regionale Zusammenarbeit und Wirkung des Verbandes weiter ausgebaut werden können. Im zweiten Raum stand das Thema Zusammenarbeit des Verbandes mit Mitgliedsorganisationen im Mittelpunkt. Im dritten Raum wurden gemeinsam die Schwerpunkte, Werte und Positionen beleuchtet, die den Verband auf dem Weg in die Zukunft leiten. Der vierte Raum schließlich bot einen offenen Rahmen für Ideen rund um Digitalisierung, Innovation und neue Möglichkeiten.
Die Vorstandsvorsitzende Katja Heinrich zog ein klares Fazit: „Die Energie, die an diesem Tag spürbar war, hat uns als Vorstände tief beeindruckt. [Ihre]… Ideen, Perspektiven und die Bereitschaft, sich einzubringen, haben die Zukunftskonferenz zu etwas ganz Besonderem gemacht. Es war dieser spürbare Funke, der immer wieder übergesprungen ist.“
Die erste Paritätische Zukunftskonferenz hat nicht nur konkrete Ansätze hervorgebracht, sondern vor allem eines hinterlassen: ein starkes Gefühl von Zusammenhalt und Aufbruch.
