Foto: UNSPLASH | Bank Phrom

Mediaservice

Hier finden Sie die Medienmitteilungen des Paritätischen Thüringen, den Kontakt zum Bereich Öffentlichkeitsarbeit (Profiling), sowie druckfähige Fotos, die Sie bei Quellennennung frei verwenden können. Für Mitgliedsorganisationen werden hier außerdem Sharpics für die sozialen Medien bereitgestellt.

Foto: UNSPLASH | Bank Phrom
Ausbildung nur noch für die, die es sich leisten können?

Neudietendorf, 18.05.2022| Der Paritätische Thüringen protestiert auf das Schärfste gegen die Einstellung der Schulgeldfreiheit in den Gesundheitsfachberufen an Freien Schulen. Dies insbesondere, weil davon Schüler betroffen sind, die ihre Ausbildung begonnen haben, unter der Voraussetzung, dass sie kein Schulgeld zahlen müssen. Diese Schuldgelderstattung wird nun mit einer Mail aus dem Bildungsministerium einfach von jetzt auf gleich eingestellt. Ein eimaliger Vorgang, der das Vertrauen in Aussagen und Verordnungen des Ministeriums stark erschüttert. Es sei daran erinnert, dass die Schulgeldfreiheit in den Gesundheitsfachberufen auf einen Beschluss des Thüringer Landtages vom 22. April 2021 fußt. Länder wie Nordrhein-Westfalen oder Bayern haben das Schulgeld in Gesundheitsberufen bereits komplett abgeschafft. Auch wenn die Entscheidung laut Bildungsministerium rechtstechnisch eine Ermessensentscheidung des Ministeriums ist, muss hier der Vertrauensschutz in eine getroffene Entscheidung gelten. 60 Prozent der Azubis in den Gesundheitsberufen, wie Ergotherapeuten oder Logopäden lernen an Freien Schulen. Im Gegensatz zur Ausbildung beispielsweise im Handwerk verdienen sie während ihrer Ausbildung kein Geld und mussten bis 2021 Geld für die Ausbildung zahlen. Das Schulgeld bei der Entscheidung für einen Beruf eine Rolle spielt, liegt auf der Hand. „Das Ministerium lässt also wissen, dass Gesundheitsberufe nicht so wichtig sind, dass Freie Schulen nicht so wichtig sind. Der Eindruck, dass die Landesregierung Gefallen daran findet, insbesondere im sozialen Bereich und in der Bildung zu kürzen, lässt sich inzwischen nicht mehr vermeiden. Wenn die Regierung sparen muss oder will, dann bitte nicht nach der Devise, da wo es am einfachsten geht. Wer sparen will, muss immer auch die Auswirkungen im Blick haben. Weniger Menschen in Gesundheitsberufen kann niemand ernsthaft wollen. Ich dachte bisher, es sei Konsens, dass Bildung nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen sollte.“, so Stefan Werner, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Thüringen. Der Wohlfahrtsverband fordert dringend dazu auf, die Schulgeldfreiheit in den Gesundheitsberufen wieder herzustellen und zu verankern.

Illustration: Christian Kirchner

Kontakt

  • Peer Lück
    Profiler | Mediensprecher

  • Frank Diehn
    Layout | Design | Webauftritte

  • Tina Manes
    Social Media | Online-Redaktion

Jetzt Teilen:

Der Paritätische Wohlfahrtsverband (Der Paritätische) Landesverband Thüringen e.V.
OT Neudietendorf  |  Bergstraße 11
99192 Nesse-Apfelstädt

Copyright © Der Paritätische Thüringen. Alle Rechte vorbehalten.