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Das Problem der Finanzierung der Pflege wird sich nicht einfach in Luft auflösen

Neudietendorf, 11.05.2023 | Zum morgigen Tag der Pflegenden bedankt sich der Paritätische Thüringen bei allen Pflegekräften für ihren Einsatz, trotz der mehr als schwierigen Umstände. Dabei ist es dem Wohlfahrtsverband wichtig alle an der Pflege Beteiligten in den Blick zu nehmen. Sowohl die professionell Pflegenden als auch die pflegenden Angehörigen. Ebenso wichtig ist es auch, nicht nur die alten pflegebedürftigen Menschen in den Blick zu nehmen, sondern sich gewahr zu werden, dass Pflege jeden – auch kleine Kinder – betreffen kann und in jeder Hinsicht ein Kostenrisiko darstellt. Pflege betrifft alle Menschen und für immer mehr Menschen wird Pflege zu einem finanziellen Risiko. 
“Es ist für mich inzwischen nicht mehr nachvollziehbar, warum die Politik die Finanzierung der Pflege nicht endlich grundlegend reformiert. Seit Jahren wird ein Gesetz nach dem anderen beschlossen. An der Situation in der Pflege hat sich aber nichts geändert. Die Probleme türmen sich weiter auf. Dieses hilflose Herumdoktern ist letztlich nichts weiter als Fußpflege für Krebskranke.”, so Stefan Werner, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Thüringen.  
Dabei liegen Vorschläge auf dem Tisch. So fordert der Paritätische, die Pflegeversicherung in eine Vollkaskoversicherung für alle weiterzuentwickeln. Aus dieser sollen dann alle pflegerischen Leistungen sowie Investitionskosten bezahlt werden. Damit kann der weitere Kostenanstieg für die zu Pflegenden und ihren Angehörigen vermieden werden. 
Die demographische Entwicklung und der bevorstehende Ruhestand von knapp 500.000 Pflegekräften in den kommenden zehn Jahren zeigen, dass die Zeit zum Handeln immer knapper wird. Die Mischung aus immer weniger Pflegenden und immer mehr zu Pflegenden ist explosiv. Die Kosten werden für die zu Pflegenden nicht mehr tragbar sein. Pflege wird zum sicheren Weg in die Altersarmut. 

“Lassen Sie uns ernsthaft über die Pflege diskutieren und endlich handeln. Die Pflegekräfte, die pflegenden Angehörigen müssen entlastet werden. Der Pflegeberuf muss attraktiver werden und vor allem muss die Finanzierung einer guten Pflege sichergestellt werden. Und das langfristig.”, fasst Stefan Werner zusammen. 

Illustration: Christian Kirchner

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