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Wir stehen mit dem Rücken an der Wand

Erfurt, 25.03.2022 | Die Einrichtungen der Pflege, der Eingliederungshilfe und der Jugendhilfe haben aktuell mit massiven Personalausfällen zu kämpfen. Ursache dafür ist die Omikron-Welle. Durch Krankheit, bzw. Quarantäne der Mitarbeitenden wird es immer schwieriger die notwendigen Dienste, Betreuungen und Beratungen aufrechtzuerhalten.
Zurzeit melden allein zwei Drittel der stationären Pflegeheime in Thüringen hohe coronabedingte Personalausfälle: 1097 Mitarbeitende sind positiv getestet. In den anderen Bereichen ist die Lage ähnlich.
Für die dienstfähigen Mitarbeitenden bedeutet das Arbeiten am Limit. Viele soziale Einrichtungen stehen mit dem Rücken an der Wand und wissen nicht, wie sie ihre Aufgaben weiterhin erfüllen sollen. Teilweise müssen Ruheständler reaktiviert werden oder sogar Tagesstrukturen geschlossen werden, um den Wohnheimbetrieb in der Eingliederungshilfe aufrecht halten zu können. Mit einer Entspannung der Lage ist zeitnah nicht zu rechnen.
Leider wird auf diese Situation von den politisch Verantwortlichen nicht adäquat reagiert.

Das neue Infektionsschutzgesetz wird aus Einschätzung der LIGA Thüringen zu einer Verschärfung führen, spätestens dann, wenn die aktuelle Thüringer Verordnung am 2. April ausläuft. Der Eindruck, dass hier die Augen vor einem Problem verschlossen werden, manifestiert sich für die Wohlfahrtsverbände. Offenbar wird der Schutz vulnerabler Gruppen komplett den Sozialdienstleistern überantwortet. Das widerspricht jeglichem Solidaritätsgedanken und gefährdet das Aufrechterhalten der Versorgung.
Die LIGA Thüringen fordert daher, dass die Sozialwirtschaft von Bürokratie entlastet wird – jeder Mitarbeitende wird für die Patienten und Klienten benötigt. Weiterhin erwarten die Wohlfahrtsverbände, dass die Corona-Schutzmaßnahmen in der jetzigen Lage nicht einfach aufgehoben werden und dass der Schutz der vulnerablen Gruppen mitgedacht wird. Hier muss beachtet werden, dass auch die Mitarbeitenden der sozialen Dienste geschützt werden müssen. Weiterhin stellt die LIGA Thüringen fest, dass die Hotspotregel, nach der der Landtag jeweils für jedes lokale Infektionsgeschehen einen Beschluss zu Maßnahmen treffen muss, völlig realitätsfern ist. Die Versorgung im Sozialbereich ist akut gefährdet.

Illustration: Christian Kirchner

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